Schlagwörter: Zeltlager

Diavata: Angelegt für die Dauer

IMG_1096Das Camp Diavata ist am Stadtrand von Thessaloniki gelegen. Das Gelände ist umzäunt und der Eintritt wird von Militär und Polizei kontrolliert. Es gibt einige schattenspendende Bäume, einen Fußballplatz und eine kleine Kapelle. In Diavata gibt es sowohl Zelte als auch etwas fester installierte kleine Hütten aus Plastik und Styropor. Das Camp wirkt auf Langfristigkeit angelegt. Viele Kinder spielen und basteln an Tischen, wo sie von NGO Volunteers betreut werden. Es gibt Sanitäranlagen und eiIMG_1102nen Raum nur für Frauen. In Diavata sind hauptächlich Afghan_innen und einige wenige kurdische Familien untergebracht. In einer Ecke des Camps leben auch syrische Geflüchtete. Ein Mann berichtete, dass seines Wissens nach ca. 3000 Menschen im Camp leben würden.

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Nea Kavala – pushed into military camp without running water

IMG_1051Nea Kavala is a camp about 25km from Idomeni and located by Polykastro. It was build on an formerly military base an can accommodate about 5000 people. On an grassland with gravel paths sprawls an enclosed tent camp, which does not conform with an minimum standard. There are neither trees nor bushes, which could provide a bit shade. At the entrance a sign is IMG_1038emblazoned, that says, that this camp was financed by the EU. Instead of Toilets, this camp has only mobile toilets and the water supply just works from time to time. In the entrance area you can find big water tanks, filled by military, which supply the taps in the camp. There is never cold water, because it heats up in the tanks made out of metal. Almost cynically a flag of the NGO ’save the children‘ waves over all this failing between fences and barbed wire.

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Nea Kavala: Abgedrängt auf Militärcamp ohne fließendes Wasser

IMG_1051Das ca. 25 km vor Idomeni, direkt neben Polykastro gelegene Lager Nea Kavala, das auf einem ehemaligen Militärflughafen eingerichtet wurde, bietet Platz für ca. 5 000 Personen. Auf einer Wiese mit geschotterten Wegen erstreckt sich ein großes, umzäuntes Zeltlager, das nicht einmal Mindeststandards erfüllt. Es gibt weder Bäume noch Büsche, die auch nur einen IMG_1038Hauch von Schatten bieten könnten. Am Eingang prangt ein Schild, das angibt, dass dieses Lager von europäischen Geldern finanziert sei. Anstatt von Toiletten sind in diesem Lager nur notdürftige Dixis aufgestellt. Die Wasserversorgung ist nur von Zeit zu Zeit gewährleistet. Im Eingangsbereich befinden sich große Wassertanks, die vom Militär befüllt werden und die die Wasserhähne innerhalb des Lagers beliefern. Kaltes Wasser gibt es nie, da sich das Wasser in den Metalltanks aufheizt. Fast schon zynisch weht über dieser Mängelsituation zwischen den Stacheldrähten und Zäunen eine „save the children“ Fahne, der gleichnamigen NGO.

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Softex: Isolated in an industrial area

IMG_0922On the outskirts of Thessaloniki, in an industrial area, the camp Softex is located. In the middle of the area there is an unfinished building which has fallen into ruins surrounded by a spacious area covered with gravel next to an large depot. The camp is separated into three parts: Tents are in the depot and in two other areas next to it.

IMG_0848The different parts are separated by wire mesh fence, which is armed with NATO-type barbed wire. The complete area is surrounded by a fence and the only gate is guarded by the Greek military. Their building vehicles – painted in camouflage color – are are placed around the unfinished building in the middle.

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Softex: Isoliert im Gewerbegebiet

IMG_0922Am Rande der Stadt Thesaloniki in einem Gewerbegebiet liegt das Lager Softex. In der Mitte steht eine zerfallene Bauruine auf einem weiträumigen Schotterfeld neben einer großen Lagerhalle. Das Lager ist in drei Teile separiert: in der Halle stehen Zelte, dahinter und rechts davon ist jeweils noch ein Feld mit Zelten.

Die einzelnen Lagerteile IMG_0848sind voneinander mit einem hohen Maschendrahtzaun abgetrennt auf dem oben Rollen von NATO-Stacheldraht angebracht sind. Das ganze Lager ist umzäunt, das einzige Tor wird vom griechischen Militär bewacht. Dessen Baufahrzeuge in Flecktarn stehen um die Bauruine in der Mitte herum.

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Derveni: „It´s like a prison“

Derveni 5

Roughly 20 minutes away of the center of Thessaloniki is the camp “Dervini” run by the greek military in between mountains, next to the highway. The camp is an old factory site with old depots surrounded by fences. The depots are made out of metal and heat up unbearably in the sun. In the depots and on the ground there are an uncountable number of tents. These are, especially inside the depots, excruciatingly hot. Police officers and soldiers are walking – most likely for surveillance – on the ceiling making an unbearable noise.

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Derveni: „It´s like a prison“

Derveni 5Ungefähr zwanzig Minuten vom Zentrum Thessaloniki entfernt, liegt das vom griechischen Militär betriebene Lager „Derveni“ zwischen den Bergen, direkt an der Autobahn. Das Lager besteht aus einem eingezäunten, ehemaligen Fabrikgelände mit alten Lagerhallen. Diese sind komplett aus Metall und heizen sich in der prallen Sonne unerträglich auf. Sowohl in den Hallen, als auch ungeschützt auf dem Gelände stehen unzählige Zelte. Diese sind gerade in den Hallen am Tage unerträglich heiss. Militär und Polizei laufen, vermutlich aus Überwachungsgründen, über die Dächer der Hallen, was einen dröhnenden Lärm verursacht.

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Katsikas: Between persevering and arranging in desolation

IMG_0769The camp near the small village Katsikas exists for 4-5 months now and currently about 800 people are living there. The camp is organized by soldiers(?) in training, therefore they aren´t allowed to wear weapons (yet). Besides military and police there are NGOs like MSF, Medicins du Monde and Lighthouse. Food is provided by military once a day, the mainpart of infrastructure is arranged by volunteers. We talked to volunteers and refugees on site.

A family with many children told us about their desire to go to Germany or maybe Spain. A lot of their relatives already live in Germany. They repeatedly pointed out the very bad circumstances in Greece. There were snakes, they said, and showed us their swollen insect stings.

The camp is situated next to a highway, on a gravel field betweet two mountain chains without any protection against sun or wind. In blazing heat with more than 30 degrees there is hardly anybody outside the tends. The military only provides the most necessary things for the people that live inside these tends. Any infrastructure that´s available was established by the people themselves in cooperation with the volunteers. Even the volunteer´s food the people favor over the uneatlable food the military provides.

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Katsikas: Zwischen Ausharren und Einrichten in der Einöde

IMG_0769Das Lager in der Nähe des kleinen Dorfes Katsikas besteht seit ca. 4-5 Monaten, derzeit befinden sich ungefähr 800 Leute dort. Das Camp wird von Militärs in der Ausbildung betrieben, die deswegen (noch) keine Waffen bei sich tragen. Vor Ort sind neben Militär und Polizei Hifsorganisationen wie MSF, Medicins du Monde und Lighthouse. Essen wird einmal am Tag vom Militär bereit gestellt, ein Großteil der Infrastruktur wird von Volunteers getragen. Wir sprachen mit Volunteers und Flüchtenden vor Ort.

Eine Familie mit vielen Kindern erzählte uns von ihrem Wunsch nach Deutschland, oder vielleicht nacht Spanien weiter flüchten zu können. Viele ihrer Verwandten leben schon in Deutschland. Die Situation in Griechenland sei sehr schlecht, betonten sie immer wieder. Hier gäbe es Schlangen, sie zeigten uns ihre geschwollenen Stiche von Insekten.

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