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Bericht von OpenBorders zu den Ereignissen in Thessaloniki

Wir teilen hier einen Bericht von OpenBorders zu den kürzlich stattgefundenen Räumungen und Repressionen in Thessaloniki.

Soli-Spendenkonto:
Rote Hilfe Dresden
Betreff: Solidarity Squats
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Ticker: https://openborder.noblogs.org/post/2016/07/27/ticker-thessaloniki/
Statement von Orfanotrofeio: This was my home

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Zusammenfassung der Ereignisse um die Räumungen in Thessaloniki
Räumungen von Refugee-Hausbesetzungen in Thessaloniki – Schlag gegen Solidaritätsbewegung in Griechenland – Prozess gegen 80 griechische und internationale Aktivist*innen – „Our passion for freedom is stronger than their prison“: Bericht aus Thessaloniki

Am Mittwoch, den 27. Juli wurden in Griechenland in Thessaloniki und Athen selbstorganisierte migrantische und anarchistische Haus- bzw. Hafenbesetzungen geräumt. In der Anhörung am folgenden Tag wurden griechische und internationale Aktivist*innen wegen „Störung öffentlicher Ordnung“ und Sachbeschädigung angeklagt. Wegen fehlender Übersetzung wurden die Verhandlungen zweier Hausbesetzungen auf Anfang August vertagt, Aktivist*innen einer dritten Besetzung wurden zu Haftstrafen von vier Monaten auf Bewährung freigelassen bzw. zu Geldstrafen verurteilt. Die linke SYRIZA-Regierung in Griechenland setzt damit ihre Repressionspolitik der Räumungen der Protestcamps in Idomeni, Polykastro und anderer Orte fort, scheinbar im Versuch, die Kontrolle über Fluchtbewegungen und soziale Antworten auf diese zu suggerieren und die Solidaritätsbewegung und gemeinsame Organisierung von Refugees und Unterstützer*innen zu zerschlagen.

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Selbstbestimmt: Aufbruch aus Lager in Thessaloniki und zunehmend Menschen auf der Straße

160225_ZaunMazedonienManchmal sind die Tage hier durch viel Unklarheit und Gerüchte bestimmt. In den letzten Tagen haben wir immer wieder die Nachrichten gehört, dass wieder vermehrt Menschen auf den Inseln ankommen und Athen inzwischen mit Refugees voll wäre. Selbst wahrnehmen können wir, dass immer mehr Menschen um Idomeni zu Fuß unterwegs sind, um ins Camp am Grenzübergang zu kommen oder anderes über die Grenze nach Mazedonien zu gelangen. Auch Busse kommen wieder im Grenzlager an. Teilweise laufen die Flüchtenden die 70 km von Thessaloniki aus zu Fuß.

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