Schlagwörter: Nordgriechenland

Lagkadikia: Selbstorganisierung Jafra-Team Greece „Refugees to Refugees“

IMG_0967Das Lager Lagkadikia befindet sich ca 40 Minuten östlich von Thessaloniki mit dem Auto entfernt. Das Camp wird von dem UNHCR und dem Ministry of Migration Greece geleitet. Auch das Danish Refugee Council ist vor Ort. Militär und Polizei kontrollieren mit einigen Personen den Eingang. Das Lager Lagkadikia liegt einen Kilometer Fußmarsch entfernt von dem kleinen Dorf Lagkadikia, in dem es außer einem kleinen Supermarkt und kleinen Cafés nichts gibt. Das Gelände ist umzäunt und ein extra hoher Zaun schützt die Bürocontainer des Ministry of Migrtion und des UNHCR. Die meisten der Zelte sind der prallen Sonne ausgesetzt und es gibt nur wenig Schatten. Große Müllberge türmen sich im Lager und viele der Wasserhähne funktionieren nicht permanent. Eine Familie erzählt uns, dass sie lieber selber ihr Essen kaufen und kochen, da die Nahrungsmittel, welche ihnen vom UNHCR bereitgestellt werden, nicht gut seien. IMG_0968

Doch gibt es keine richtige Kochstelle, die sie benutzen können. Verteilt auf dem Gelände befinden sich kaputte Gebäude ohne Türen und Fenster, teilweise ohne Dach. An die größtenteils leeren Gebäude steht gesprayt, für welchen Zweck das Gebäude genutzt werden könnte. Es gibt ein Gebäude, in dem eine Schule eingerichtet wurde. Einige Bewohner_innen berichten uns, dass das Danish Refugee Council keine wirkliche Hilfe darstelle und auch der UNHRC mit Ausnahme der Registrierung Neuankommender, nichts tue, um die Situation der hier eingepferchten Menschen zu verbessern.

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Nea Kavala: Abgedrängt auf Militärcamp ohne fließendes Wasser

IMG_1051Das ca. 25 km vor Idomeni, direkt neben Polykastro gelegene Lager Nea Kavala, das auf einem ehemaligen Militärflughafen eingerichtet wurde, bietet Platz für ca. 5 000 Personen. Auf einer Wiese mit geschotterten Wegen erstreckt sich ein großes, umzäuntes Zeltlager, das nicht einmal Mindeststandards erfüllt. Es gibt weder Bäume noch Büsche, die auch nur einen IMG_1038Hauch von Schatten bieten könnten. Am Eingang prangt ein Schild, das angibt, dass dieses Lager von europäischen Geldern finanziert sei. Anstatt von Toiletten sind in diesem Lager nur notdürftige Dixis aufgestellt. Die Wasserversorgung ist nur von Zeit zu Zeit gewährleistet. Im Eingangsbereich befinden sich große Wassertanks, die vom Militär befüllt werden und die die Wasserhähne innerhalb des Lagers beliefern. Kaltes Wasser gibt es nie, da sich das Wasser in den Metalltanks aufheizt. Fast schon zynisch weht über dieser Mängelsituation zwischen den Stacheldrähten und Zäunen eine „save the children“ Fahne, der gleichnamigen NGO.

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Derveni: „It´s like a prison“

Derveni 5

Roughly 20 minutes away of the center of Thessaloniki is the camp “Dervini” run by the greek military in between mountains, next to the highway. The camp is an old factory site with old depots surrounded by fences. The depots are made out of metal and heat up unbearably in the sun. In the depots and on the ground there are an uncountable number of tents. These are, especially inside the depots, excruciatingly hot. Police officers and soldiers are walking – most likely for surveillance – on the ceiling making an unbearable noise.

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Derveni: „It´s like a prison“

Derveni 5Ungefähr zwanzig Minuten vom Zentrum Thessaloniki entfernt, liegt das vom griechischen Militär betriebene Lager „Derveni“ zwischen den Bergen, direkt an der Autobahn. Das Lager besteht aus einem eingezäunten, ehemaligen Fabrikgelände mit alten Lagerhallen. Diese sind komplett aus Metall und heizen sich in der prallen Sonne unerträglich auf. Sowohl in den Hallen, als auch ungeschützt auf dem Gelände stehen unzählige Zelte. Diese sind gerade in den Hallen am Tage unerträglich heiss. Militär und Polizei laufen, vermutlich aus Überwachungsgründen, über die Dächer der Hallen, was einen dröhnenden Lärm verursacht.

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