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Situation in Idomeni eskaliert zunehmend: Tränengas und vermutlich getötetes Kleinkind

Dies ist eine Pressemitteilung, die wir heute verschickt haben:

Seit Tagen wirdP1130685klein die Situation im Grenzdurchgangslager in Idomeni für die flüchtenden Menschen zunehmend aussichtslos. Das Lager ist hoffnungslos überfüllt, UNHCR und Ärzte ohne Grenzen können die allgemeine Nahrungsversorgung nicht aufrecht erhalten und Menschen müssen auf dem Feld unter freiem Himmel schlafen. Weiterhin strömen täglich weitere Menschen in das Lager.

Verursacht wird die Situation durch die de facto Schließung des Grenzübergangs von Seiten Mazedoniens. Nachdem bereits letzte Woche keine Flüchtenden aus Afghanistan mehr ins Land gelassen wurden, war die Grenze in den letzten drei Tagen auch für Mennschen aus Syrien und Irak immer bloß kurzfristig und nur für wenige Personen geöffnet.

Am 27.02.2016 begannen daraufhin Proteste im Lager, bei denen zunächst ca. 500 Menschen vor dem Grenzübergang demonstrierten. Tags darauf blockierten Flüchtende den Güterverkehr auf den neben dem Lager entlang verlaufenden Gleisen den ganzen Tag über. Protestierende kündigten im Gespräch mit uns an, in den Hungerstreik treten zu wollen und die Gleise so lange zu blockieren bis der Grenzübergang wieder geöffnet würde. Nachdem die mazedonische Polizei angeboten hatte, täglich 500 Menschen passieren zu lassen, räumten die Blockierenden die Gleise.

Heute Vormittag erreichte die Flüchtenden die Nachricht, dass Mazedonien lediglich 65 Familien passieren lassen möchte. Daraufhin versammelten sich erneut hunderte Menschen auf den Gleisen und strömten durch eine Kette griechischer Polizeieinheiten in Richtung Grenzzaun. Vor dem Tor über die Gleise sammelten sich deutlich über 1 000 Menschen. Die Menge rammte zunächst mit einer Stange das Tor ein und hebelte danach das Tor mit einem Pfeiler aus den Angeln. In der Menge sammelten sich viele Familien mit kleinen Kindern, in der Hoffnung über die Grenze zu gelangen. Durch das geöffnete Tor schoss die mazedonische Polizei in den mit Menschen gefüllten Grenzbereich auf der griechischen Seite Schock- und Tränengasgranaten, was eine panische Flucht auslöste.

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Interviewausschnitte

Eine afghanische Migrantin aus dem Lager Diavata berichtet über Rassismus

In diesem Interview erzählt eine Afghanin über die Situation im Lager Diavata. Sie berichtet, wie die EU rassistische Spaltungen zwischen den verschiedenen Geflüchteten herbeiführt.

 

 

Ein Mann aus dem Lager Softex über die schlechte Situation

In diesem Interview berichtet ein Flüchtender, der im Lager Softex bei Thessaloniki festsitzt, über die schlechten Bedingungen in diesem Militärcamp.

 

 

Afghanischer Junge über die Lage von Afghan_innen im Camp in Idomeni

Ein Junge aus Afghanistan berichtet über die Lage von Flüchtenden aus Afghanistan im Camp in Idomeni und fragt, warum nur noch Syrer_innen und Iraker_innen die Grenze passieren können.

 

 

Eine Flüchtende aus Afghanistan über die Lage von afghanischen Refugees im Camp in Idomeni

In diesem Interview berichtet eine Flüchtende aus Afghanistan über den Aufenthalt in einem griechischen Gefängnis und die Diskriminierungen denen Flüchtende aus Afghanistan im Camp ausgesetzt sind.

 

 

Junger Kurde berichtet von Push-Back von Slowenien nach Idomeni

Ein Student aus Aleppo erzählt von seiner Flucht. Als er am Grenzübergang nach Slowenien von der Polizei gefragt wird, ob er zum Studieren nach Deutschland will, sagt er, dass er gerne sein Studium fortsetzen möchte. Darauf hin wird er abgewiesen, weil er kein Kriegsflüchtling sei, obwohl er vor dem Bürgerkrieg flieht. Er wird über Kroatien, Serbien und Mazedonien zurück nach Griechenland geschoben.

 

 

Gespräch mit einem kurdischen Flüchtenden

In diesem Gespräch berichtet ein aus Syrien geflüchteter Kurde von der Situation in Syrien und im Lager. Er sieht die Verantwortung für den Krieg in Syrien beim Westen und erzählt, dass niemand freiwillig hier her fliehen würde, wenn es diesen Krieg nicht gäbe.

 

 

Gespräch mit einem aus Syrien geflüchteten Journalisten

In diesem Gespräch berichtet ein Flüchtender vom Krieg in Syrien, seiner Fluchtgeschichte und vergleicht dieses Camp mit einem Gefängnis, das für ihn schlimmer ist als der Krieg.

 

 

Gespräch mit einem Vater, der mit seinen Kindern vor dem IS geflohen ist

In diesem Gespräch berichtet ein Flüchtender von der Verfolgung erst durch den IS, dann durch Al Nusra. Er erzählt uns außerdem, dass seine Familie aus Palästina geflohen ist, er nun aus Syrien fort muss und endete mit der Frage, ob seine Kinder nicht vielleicht auch einmal aus Deutschland werden fliehen müssen.

 

 

Junger Flüchtender warnt vor weiteren Folgen von geschlossenen Grenzen

In diesem Gespräch erzählt uns ein junger Flüchtender von den zum Teil auch ökonomischen Zwängen, die dazu führen würden, dass sich Menschen, im Falle eines Push-Backs nach Syrien, dem IS anschließen müssten.