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Made in the EU: Zehntausende hängen vor der Grenze fest

P1140469kleinDie EU und die Türkei haben jetzt also auf einem weißen Blatt Papier beschlossen, dass „der irreguläre Strom der Migration auf der Balkanroute zu Ende“ gehen solle. Erst Slowenien, im Dominoeffekt danach auch Kroatien, Serbien und Mazedonien haben darauf hin offiziell die Grenzen geschlossen. In Idomeni war der Grenzübergang faktisch vorher schon verschlossen, die Polizei hat in den Tagen zuvor immer nur tröpfchenweise wenige passieren lassen.

Zuletzt warteten ca. 15.000 Menschen im Camp direkt an der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland. Nach mehreren Tagen starkem Regen steht das Lager in Idomeni quasi unter Wasser und ist durch eine Glocke von dichtem, manchmal beißendem Qualm von unzähligen Lagerfeuern aus nassem Holz und Plastikmüll eingehüllt. Am Tag nach der formellen Grenzschließung standen bereits die ersten Busse am Camp, die Menschen zurück nach angeblich Athen bringen sollten. Die ersten gehen durch den Zwang der Situation, das ihr Warten auf einen legalen Grenzübertritt wohl ohne Hoffnung ist. Die meisten Anderen hadern noch und suchen nach neuen Wegen und Optionen.

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