Schlagwörter: Griechenland

Diavata: Angelegt für die Dauer

IMG_1096Das Camp Diavata ist am Stadtrand von Thessaloniki gelegen. Das Gelände ist umzäunt und der Eintritt wird von Militär und Polizei kontrolliert. Es gibt einige schattenspendende Bäume, einen Fußballplatz und eine kleine Kapelle. In Diavata gibt es sowohl Zelte als auch etwas fester installierte kleine Hütten aus Plastik und Styropor. Das Camp wirkt auf Langfristigkeit angelegt. Viele Kinder spielen und basteln an Tischen, wo sie von NGO Volunteers betreut werden. Es gibt Sanitäranlagen und eiIMG_1102nen Raum nur für Frauen. In Diavata sind hauptächlich Afghan_innen und einige wenige kurdische Familien untergebracht. In einer Ecke des Camps leben auch syrische Geflüchtete. Ein Mann berichtete, dass seines Wissens nach ca. 3000 Menschen im Camp leben würden.

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Lagkadikia: Selbstorganisierung Jafra-Team Greece „Refugees to Refugees“

IMG_0967Das Lager Lagkadikia befindet sich ca 40 Minuten östlich von Thessaloniki mit dem Auto entfernt. Das Camp wird von dem UNHCR und dem Ministry of Migration Greece geleitet. Auch das Danish Refugee Council ist vor Ort. Militär und Polizei kontrollieren mit einigen Personen den Eingang. Das Lager Lagkadikia liegt einen Kilometer Fußmarsch entfernt von dem kleinen Dorf Lagkadikia, in dem es außer einem kleinen Supermarkt und kleinen Cafés nichts gibt. Das Gelände ist umzäunt und ein extra hoher Zaun schützt die Bürocontainer des Ministry of Migrtion und des UNHCR. Die meisten der Zelte sind der prallen Sonne ausgesetzt und es gibt nur wenig Schatten. Große Müllberge türmen sich im Lager und viele der Wasserhähne funktionieren nicht permanent. Eine Familie erzählt uns, dass sie lieber selber ihr Essen kaufen und kochen, da die Nahrungsmittel, welche ihnen vom UNHCR bereitgestellt werden, nicht gut seien. IMG_0968

Doch gibt es keine richtige Kochstelle, die sie benutzen können. Verteilt auf dem Gelände befinden sich kaputte Gebäude ohne Türen und Fenster, teilweise ohne Dach. An die größtenteils leeren Gebäude steht gesprayt, für welchen Zweck das Gebäude genutzt werden könnte. Es gibt ein Gebäude, in dem eine Schule eingerichtet wurde. Einige Bewohner_innen berichten uns, dass das Danish Refugee Council keine wirkliche Hilfe darstelle und auch der UNHRC mit Ausnahme der Registrierung Neuankommender, nichts tue, um die Situation der hier eingepferchten Menschen zu verbessern.

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Tear down fortress europe – Yallah!

logoHeute Morgen sind wir in Griechenland angekommen. Erster Anlaufpunkt für uns wird das No Border Camp in Thessaloniki sein.

 

Vier Monate sind vergangen, seit wir Griechenland kurz vor der offiziellen Schließung der sogenannten „Balkanroute“ verlassen haben. Die Situation ist nun eine völlig andere. In der Zwischenzeit haben wir von Deutschland aus die Entwicklungen weiter verfolgt. Das Camp in Idomeni wurde geräumt, tausende Menschen hängen weiterhin in Griechenland fest und sind gezwungen sich auf andere und gefährlichere Routen zu begeben.

Die Zustände unter denen sich Menschen in den teils vom Militär betriebenen Lagern aufhalten müssen, werden von Flüchtenden als katastrophal beschrieben. Wir möchten uns ein Bild von den Entwicklungen machen, versuchen mit Menschen in den Lagern in Kontakt zu kommen und alte Bekannte und Freund_innen wieder zu sehen.

Moving Europe hat eine Übersichtskarte mit den Standorten der Lager in (Nord-) Griechenland veröffentlicht. Einige davon wollen wir besuchen und uns einen Eindruck von der Situation der Menschen dort machen. http://moving-europe.org/mapping-of-refugee-camps-in-northern-greece/

Mit einem mulmigen Gefühl machen wir uns auf den Weg…

 

Sicherheitsapparat auf dem Wehrgang der Festung Europas

Bei unseren Beobachtungen im Camp Idomeni ist uns immer wieder aufgefallen, wie martialisch der Sicherheitsapparat jenseits des Grenzzauns auftritt. Deswegen wollen wir in diesem Artikel einmal zusammenfassen, mit welche polizeilichen und militärischen Machtmitteln hier versucht wird, die Flucht nach Europa zu unterbinden. Außerdem stellen wir hier dar, welche europäischen Polizeieinheiten die Festung Europa mit zu stützen versuchen und können damit Aussagen der österreichischen Regierung widerlegen.

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