Schlagwörter: Frontex

Sicherheitsapparat auf dem Wehrgang der Festung Europas

Bei unseren Beobachtungen im Camp Idomeni ist uns immer wieder aufgefallen, wie martialisch der Sicherheitsapparat jenseits des Grenzzauns auftritt. Deswegen wollen wir in diesem Artikel einmal zusammenfassen, mit welche polizeilichen und militärischen Machtmitteln hier versucht wird, die Flucht nach Europa zu unterbinden. Außerdem stellen wir hier dar, welche europäischen Polizeieinheiten die Festung Europa mit zu stützen versuchen und können damit Aussagen der österreichischen Regierung widerlegen.

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Blockaden in Idomeni: Flüchtende blockieren den Schienenverkehr

 

160228_Blockade_IdomeniDen ganzen Tag über war der Schienenverkehr über die Grenze nach Mazedonien von bis zu 500 Menschen lahm gelegt. Am Morgen hatten sich Berichten von Refugees zufolge einige Menschen auf die Gleise gelegt, als ein Zug die für Flüchtende geschlossene Grenze passieren wollte. Daraufhin kamen hunderte Menschen hinzu und machten den Güterverkehr dicht. In ihrem lautstarken und kraftvollen Protest entrollten sie drei Transparente, hielten Schilder hoch und riefen den ganzen Tag über „Open the Border“, „We dont want food“ und „Let us pass“.
In einem Interview berichtete uns ein Blockade-Aktivist, dass sie in Hungerstreik getreten sind und die Schienen so lange blockieren wollen, bis die Grenze geöffnet wird. Gegen Mittag gab es einen „Vermittlungsversuch“ seitens UN-Mitarbeiter_innen, in dem den Flüchtenden damit gedroht wurde, dass die Grenze solange sie die Blockade aufrecht erhalten geschlossen bliebe. Doch die Demonstrant_innen lehnten ab und weiteten ihren Protest aus.

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