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Idomeni: Erneut Schienenblockaden und zunehmend schlechtere Stimmung

160303_ÜberblickBlokadeErneut blockierten heute Flüchtende die Gleise und legten für mehrere Stunden den durch das Camp führenden Schienenverkehr zwischen Griechenland und Mazedonien lahm. Sie malten Transparente auf denen „Were slowly dying here“ und „Freedom“ zu lesen war und errichteten zudem einige Zelte mitten auf den Schienen.

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Situation in Idomeni eskaliert zunehmend: Tränengas und vermutlich getötetes Kleinkind

Dies ist eine Pressemitteilung, die wir heute verschickt haben:

Seit Tagen wirdP1130685klein die Situation im Grenzdurchgangslager in Idomeni für die flüchtenden Menschen zunehmend aussichtslos. Das Lager ist hoffnungslos überfüllt, UNHCR und Ärzte ohne Grenzen können die allgemeine Nahrungsversorgung nicht aufrecht erhalten und Menschen müssen auf dem Feld unter freiem Himmel schlafen. Weiterhin strömen täglich weitere Menschen in das Lager.

Verursacht wird die Situation durch die de facto Schließung des Grenzübergangs von Seiten Mazedoniens. Nachdem bereits letzte Woche keine Flüchtenden aus Afghanistan mehr ins Land gelassen wurden, war die Grenze in den letzten drei Tagen auch für Mennschen aus Syrien und Irak immer bloß kurzfristig und nur für wenige Personen geöffnet.

Am 27.02.2016 begannen daraufhin Proteste im Lager, bei denen zunächst ca. 500 Menschen vor dem Grenzübergang demonstrierten. Tags darauf blockierten Flüchtende den Güterverkehr auf den neben dem Lager entlang verlaufenden Gleisen den ganzen Tag über. Protestierende kündigten im Gespräch mit uns an, in den Hungerstreik treten zu wollen und die Gleise so lange zu blockieren bis der Grenzübergang wieder geöffnet würde. Nachdem die mazedonische Polizei angeboten hatte, täglich 500 Menschen passieren zu lassen, räumten die Blockierenden die Gleise.

Heute Vormittag erreichte die Flüchtenden die Nachricht, dass Mazedonien lediglich 65 Familien passieren lassen möchte. Daraufhin versammelten sich erneut hunderte Menschen auf den Gleisen und strömten durch eine Kette griechischer Polizeieinheiten in Richtung Grenzzaun. Vor dem Tor über die Gleise sammelten sich deutlich über 1 000 Menschen. Die Menge rammte zunächst mit einer Stange das Tor ein und hebelte danach das Tor mit einem Pfeiler aus den Angeln. In der Menge sammelten sich viele Familien mit kleinen Kindern, in der Hoffnung über die Grenze zu gelangen. Durch das geöffnete Tor schoss die mazedonische Polizei in den mit Menschen gefüllten Grenzbereich auf der griechischen Seite Schock- und Tränengasgranaten, was eine panische Flucht auslöste.

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Blockaden in Idomeni: Flüchtende blockieren den Schienenverkehr

 

160228_Blockade_IdomeniDen ganzen Tag über war der Schienenverkehr über die Grenze nach Mazedonien von bis zu 500 Menschen lahm gelegt. Am Morgen hatten sich Berichten von Refugees zufolge einige Menschen auf die Gleise gelegt, als ein Zug die für Flüchtende geschlossene Grenze passieren wollte. Daraufhin kamen hunderte Menschen hinzu und machten den Güterverkehr dicht. In ihrem lautstarken und kraftvollen Protest entrollten sie drei Transparente, hielten Schilder hoch und riefen den ganzen Tag über „Open the Border“, „We dont want food“ und „Let us pass“.
In einem Interview berichtete uns ein Blockade-Aktivist, dass sie in Hungerstreik getreten sind und die Schienen so lange blockieren wollen, bis die Grenze geöffnet wird. Gegen Mittag gab es einen „Vermittlungsversuch“ seitens UN-Mitarbeiter_innen, in dem den Flüchtenden damit gedroht wurde, dass die Grenze solange sie die Blockade aufrecht erhalten geschlossen bliebe. Doch die Demonstrant_innen lehnten ab und weiteten ihren Protest aus.

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