Kategorie: Allgemein

Softex: Isolated in an industrial area

IMG_0922On the outskirts of Thessaloniki, in an industrial area, the camp Softex is located. In the middle of the area there is an unfinished building which has fallen into ruins surrounded by a spacious area covered with gravel next to an large depot. The camp is separated into three parts: Tents are in the depot and in two other areas next to it.

IMG_0848The different parts are separated by wire mesh fence, which is armed with NATO-type barbed wire. The complete area is surrounded by a fence and the only gate is guarded by the Greek military. Their building vehicles – painted in camouflage color – are are placed around the unfinished building in the middle.

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Softex: Isoliert im Gewerbegebiet

IMG_0922Am Rande der Stadt Thesaloniki in einem Gewerbegebiet liegt das Lager Softex. In der Mitte steht eine zerfallene Bauruine auf einem weiträumigen Schotterfeld neben einer großen Lagerhalle. Das Lager ist in drei Teile separiert: in der Halle stehen Zelte, dahinter und rechts davon ist jeweils noch ein Feld mit Zelten.

Die einzelnen Lagerteile IMG_0848sind voneinander mit einem hohen Maschendrahtzaun abgetrennt auf dem oben Rollen von NATO-Stacheldraht angebracht sind. Das ganze Lager ist umzäunt, das einzige Tor wird vom griechischen Militär bewacht. Dessen Baufahrzeuge in Flecktarn stehen um die Bauruine in der Mitte herum.

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Derveni: „It´s like a prison“

Derveni 5Ungefähr zwanzig Minuten vom Zentrum Thessaloniki entfernt, liegt das vom griechischen Militär betriebene Lager „Derveni“ zwischen den Bergen, direkt an der Autobahn. Das Lager besteht aus einem eingezäunten, ehemaligen Fabrikgelände mit alten Lagerhallen. Diese sind komplett aus Metall und heizen sich in der prallen Sonne unerträglich auf. Sowohl in den Hallen, als auch ungeschützt auf dem Gelände stehen unzählige Zelte. Diese sind gerade in den Hallen am Tage unerträglich heiss. Militär und Polizei laufen, vermutlich aus Überwachungsgründen, über die Dächer der Hallen, was einen dröhnenden Lärm verursacht.

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Katsikas: Zwischen Ausharren und Einrichten in der Einöde

IMG_0769Das Lager in der Nähe des kleinen Dorfes Katsikas besteht seit ca. 4-5 Monaten, derzeit befinden sich ungefähr 800 Leute dort. Das Camp wird von Militärs in der Ausbildung betrieben, die deswegen (noch) keine Waffen bei sich tragen. Vor Ort sind neben Militär und Polizei Hifsorganisationen wie MSF, Medicins du Monde und Lighthouse. Essen wird einmal am Tag vom Militär bereit gestellt, ein Großteil der Infrastruktur wird von Volunteers getragen. Wir sprachen mit Volunteers und Flüchtenden vor Ort.

Eine Familie mit vielen Kindern erzählte uns von ihrem Wunsch nach Deutschland, oder vielleicht nacht Spanien weiter flüchten zu können. Viele ihrer Verwandten leben schon in Deutschland. Die Situation in Griechenland sei sehr schlecht, betonten sie immer wieder. Hier gäbe es Schlangen, sie zeigten uns ihre geschwollenen Stiche von Insekten.

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Tear down fortress europe – Yallah!

logoHeute Morgen sind wir in Griechenland angekommen. Erster Anlaufpunkt für uns wird das No Border Camp in Thessaloniki sein.

 

Vier Monate sind vergangen, seit wir Griechenland kurz vor der offiziellen Schließung der sogenannten „Balkanroute“ verlassen haben. Die Situation ist nun eine völlig andere. In der Zwischenzeit haben wir von Deutschland aus die Entwicklungen weiter verfolgt. Das Camp in Idomeni wurde geräumt, tausende Menschen hängen weiterhin in Griechenland fest und sind gezwungen sich auf andere und gefährlichere Routen zu begeben.

Die Zustände unter denen sich Menschen in den teils vom Militär betriebenen Lagern aufhalten müssen, werden von Flüchtenden als katastrophal beschrieben. Wir möchten uns ein Bild von den Entwicklungen machen, versuchen mit Menschen in den Lagern in Kontakt zu kommen und alte Bekannte und Freund_innen wieder zu sehen.

Moving Europe hat eine Übersichtskarte mit den Standorten der Lager in (Nord-) Griechenland veröffentlicht. Einige davon wollen wir besuchen und uns einen Eindruck von der Situation der Menschen dort machen. http://moving-europe.org/mapping-of-refugee-camps-in-northern-greece/

Mit einem mulmigen Gefühl machen wir uns auf den Weg…

 

Update: Yallah – Auf ein Neues

Im vergangenen März waren wir für einige Wochen in Idomeni in Griechenland, um dort Flüchtende auf ihren Wegen zu unterstützen. Eine lange Zeit haben wir mit der Aufarbeitung der Materialien wie Interviews, Fotos und Videos verbracht und in letzter Zeit einige Vorträge versehen mit von uns aufgenommenen Materialien und Aufnahmen von vor Ort gehalten.

Jetzt geht es für uns wieder los, denn die Situation der über 40.000 Menschen, die seit der offiziellen Schließung der sogenannten Balkanroute in Griechenland festhängen, hat sich dadurch keineswegs verbessert. Nach der Räumung des Camps in Idomeni wurden viele Menschen in andere Camps gebracht und berichten von unwürdigen Verhältnissen dort. Wir möchten uns ein Bild von der Lage vor Ort machen und Flüchtende wo wir können und wie wir können unterstützen.

Auf unserer letzten Fahrt haben wir gemerkt, dass es viel effektiver ist mit einem gut gedeckten Spendenkonto unterwegs zu sein, als Sachspenden mitzubringen. Wenn ihr gerne direkte Unterstützung für Flüchtende leisten wollt und sicher sein möchtet, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird, würden wir uns sehr über Euren finanziellen Support freuen. Für die öffentliche Spendensammlung nutzen wir das Betterplace-Konto einer befreundeten Gruppe: https://www.betterplace.org/de/projects/37084-unabhangige-hilfe-fur-fluchtende-auf-der-balkanroute

Ihr könnt uns aber auch gerne eine Mail schreiben und wir schicken euch die Daten für unser eigens für die Fahrt eingerichtetes Spendenkonto. (Travelling.bureau@riseup.net)

Neue Soli-Shirts und Taschen

Die neuen Soli-Shirts (Größen XS-XXL, talliert und untalliert) und Leinentaschen mit dem persischen Schriftzug „No Border,P1140674KLein no Nation“:    هیچ مرز هیچ ملیت  sind fertig!

Der Erlös der Shirts wird in das Projekt fließen. Ihr könnt sie im Roten Buchladen, im Nikolaikirchhof, für 12€+ Spende pro Shirt und 8€+Spende pro Beutel bekommen.

 

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The new solidarity t-shirts (Size XS-XXL) and bags with the slogan „No Border, no Nation“ in Persian, هیچ مرز هیچ ملیت are now produced.

Profits will also be used for the project. You can buy the Shirt for 12€+ donation and a bag vor 8€+ donation at the „Roter Buchladen“, Nikolaikirchhof.

 

 

Berichte von der „Balkanroute“

Dienstag 21. Juni. 20 Uhr. Weltladen. Göttingen.
Vortrag: Bericht von der Balkanroute

Im Februar und März diesen Jahres waren wir mit einer Gruppe von vier Leuten in Griechenland, um dort Flüchtende auf ihrem Weg zu supporten und uns selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. In dem Zeitraum unseres Aufenthaltes spitzte sich die Lage in Griechenland zu. Immer mehr Menschen wurden durch die europäische Grenz- und Migrationspolitik in die Illegalität gedrängt und mussten von da an gefährlichere und riskantere Wege wählen. Gleichzeitig steigerten sich die Refugee-Proteste im Camp von Idomeni von Tag zu Tag, bis hin zu Versuchen, die Grenze gemeinsam zu stürmen. In der Veranstaltung würden gerne einige unserer Erfahrungen und Eindrücke mit euch teilen und über weitere Perspektiven und Handlungsoptionen sprechen. Auf der Veranstaltung wird es zudem eine Foto-Audio-Video-Installation mit Aufnahmen von vor Ort geben.

Auf der Veranstaltung wird es zudem eine Foto-Audio-Video-Installation mit Aufnahmen von vor Ort geben.

 
Samstag 18. Juni. 12 Uhr. Festival contre le racisme. Asta Raum 1.
Vortrag und Workshop: Handlungsmöglichkeiten zu Zeiten der Abschottung Europas

Bei dem diesjährigen Festival contre le racisme würden wir gerne einige unserer Erfahrungen und Eindrücke von der Balkanroute mit euch teilen, sowie mit euch über Perspektiven, Handlungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten zu Zeiten der Abschottung der Festung Europa diskutieren.

Auf der Veranstaltung wird es zudem eine Foto-Audio-Video-Installation mit Aufnahmen von vor Ort geben.